Little Bit

Die Kapuze tief ins Gesicht ziehen und Pfützen in Mitte umspringen. Dann atemlos zwischen den knalligen und teilweise erschreckend nahen Photographien von Bettina Rheims stehen. Bei den ausgemergelten Körpern auf den Bildern von Yvonne Thein dann husten müssen, weil der Kloß im Hals plötzlich in Bewegung kommt durch die totale Überzeichnung und den realistischen Wahnsinn. Danach sich durch die Massen aus Feiertagsfamilien und Touristen bei den Lindenbäumen schlängeln und drinnen die Jacke von der Haut pellen. Mit großen Augen vor der riesigen blauen Wand in der Deutschen Guggenheim Berlin stehen und sie sofort adoptieren wollen, einpacken und mitnehmen, zuhause wieder aufstellen, den ganzen Tag draufgucken. Und in den zwei kleinen Räumen bekomme ich nicht genug von den Weiten, von dem guten Blau und einem Winter, der ganz still und bewegungslos daliegt. Nicht einer wie hier, der die ganze Zeit herum- und zerläuft. Später durch den Hagel in Richtung sichere Burg.
Und am Wochenende solltet ihr euch einpacken und warm halten. Vielleicht wie ich ein paar Eier in bunten Essig legen, ein bisschen backen, gute Musik hören, den Kopf hochhalten und rumtanzen. Ich such nix, hab ich mir geschworen. Ich find dieses Jahr die Sachen gut, die man nicht ewig suchen muss sondern entspannt von selbst angerollt kommen.
Liz hat es verfasst, und zwar am 21. März 2008 um genau 20:50
Kategorie : Kultur, Moi | 0 Kommentare