Wort zu einem Sonntag

Das hat im Rücken gezogen wie Sau, der Kopf hing ganz unten. Und noch nie hatte ich an einem Jahresende soviel Blut in der Birne und noch nie so viele Pläne. Nach ein paar Tages Auszeit ist jetzt alles wieder dort, wo es hin soll, die Dinge rutschen an ihren Platz zurück. Manchmal braucht man künstliche Umkehrpunkte für den Muskelaufbau, einen Tritt in den Arsch, auch wenn es nur ein Kalender macht. Man schreibt die Jahreszahl ja doch ganz schön oft, man kann ihr ruhig ein bisschen Bedeutung gönnen. Aber der Hals ist jetzt ganz gut drauf, kann den Kopf wieder allein aufrecht halten, um ihn hängt das Band der neuen Kamera, auf ihm sitzt eine neue Mütze. Und drinnen, da steppt der Bär. Und Dehnung muss ja auch mal sein, das gehört dazu, sonst verkürzt sich alles und dann läufst du schief und bekommst es irgendwann nicht einmal mehr mit, bis du irgendwann in einer Bar mal einen Orthopäden triffst, der nicht weiß, was er sagen soll und dich dann nach deiner Skolliose fragt.
Wir werden die ganze Zeit älter, wir nehmen was in die und manche Menschen an die Hand und vielleicht wird alles gut. Und wenn nicht, haben wir´s wenigstens versucht. Man muss die Füße und den Boden und die Schienbeine halt mal von Nahem gesehen haben, manche machen das aus Spaß jeden Tag, da wird schon was dran sein.
Liz hat es verfasst, und zwar am 6. Januar 2008 um genau 12:42
Kategorie : Moi | 0 Kommentare