You should have known.

Wenn einem jemand erzählt, was alles passiert. Was vielleicht sein könnte, was gut möglich wäre, was eine Chance hätte, dass man den Mut verlor, dass man es doch sagt, was ja wichtig ist, um sich wieder treffen zu können. Wenn einem jemand etwas erzählt, in Halbsätzen mit unsicherem Mund und den Händen immer woanders, wenn einem jemand dann etwas erzählt und sich festhält an einer Kante und du denkst, jetzt kenn ich dich nicht mehr, jetzt bist du jemand anderes. Und dich fragst, was ist in diesen zwei Sekunden passiert?

Wenn einem jemand erzählt, was passiert. Und man schon weiß, bevor er zu sprechen beginnt, dass nichts davon wahr wird. Dass alles so bleibt. Dass das nur gesagt wird, um der Situation eine Brisanz zu geben, um mal kurz so zu tun, als mache man einen Schritt in eine Richtung, die man so lange nicht mehr eingeschlagen hat, um sich zu vergewissern, dass man das noch kann. Wenn einem jemand erzählt, woran er manchmal vielleicht denkt. Und man schon weiß, bevor er fertig ist, dass nichts davon jemals geschieht. Dann möchte man nichts mehr sagen. Weil man es ja ernst meinen könnte.

Liz hat es verfasst, und zwar am 6. Dezember 2007 um genau 17:20
Kategorie : Blicke | 4 Kommentare


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