Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Messer und Gabel

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Es ist vielleicht eine dieser Zeiten, in denen man alles aufwühlen muss, damit es weitergehen kann. Sowas gehört schon seit langem dazu. Dass man mit den Dingen und Sätzen auf den richtigen Moment wartet, weil man Angst hat, etwas kaputt zu machen, dass es vielleicht noch gar nicht gibt. Und Angst, sich zu verrennen, einen Fehler zu machen, vom falschen Teller zu essen, in den falschen Bezirk zu ziehen, mit den falschen Menschen die wichtigsten Minuten zu verbringen. Und jetzt ist vielleicht einer dieser Momente, in denen man damit aufhören sollte zu warten, sondern mal mit der flachen Hand in die Suppe haut. Wenigstens des Versuches zuliebe, der Reaktion.

Und kurz vorher streichst du dir eine Haarsträhne hinter´s Ohr, bemerkst die Kleinigkeiten, von denen du denkst, du müsstest sie dir merken, weil danach vielleicht nichts mehr so ist, wie es vorher war. Wie die Decke sich anfühlt, auf der du sitzt. Dass die Straßenbahn gerade zum letzten Mal in dieser Nacht am Haus vorbeifährt. Wie die Laterne angeht. Welche Socken du trägst. Das ist wie in den Filmen, wenn sie kurz vor dem Sprung sind, alles an ihnen vorbeirauscht. Und dann machen sie diesen einen Schritt, halten den Atem an oder schreien furchtbar laut oder fahren ein Auto gegen die Wand und danach halten sie zitternd das Steuer in den Händen, schweigen plötzlich, atmen weiter oder landen weich und merken, dass alles noch weitergeht, dass das Ende der Welt noch lange nicht erreicht ist. Das ist dann der Moment, in dem sich die Zuschauer des Filmes ihre Hose zurechtrücken, die Finger entkrampfen, nochmal einen Schluck trinken.

Und am nächsten Morgen trägst du keine Socken mehr, das Licht fällt schräg auf das Bett, nur auf die Füße, du streckst die Hand aus und alles ist noch da, alles ist noch warm. Die Strähne nun verdreht und quer über die Stirn, die Straßenbahn fährt schon wieder, vielleicht wird ja doch alles gut. Eigentlich müssten wir es uns immer wert sein, so zu denken.

Lauf nach Hause, kleines Mistvieh.

Liebe Werber, PR-Fuzzis, studentische Aushilfskräfte und sonstige Mitarbeiter diverser Mobilfunk- und Internetfirmen,

ihr scheint in letzter ziemliche Langeweile zu haben. Und um eure Energie besser einzuteilen, könnt ihr mich da raus lassen. Ich habe keine Lust, ständig Anfragen für die neuesten Testungen von irgendwelchen Superduperinternetdienstpaketen bekommen. Ich helfe niemandem dabei, Mails an Blogger zu verfassen. Ich bin nicht diejenige, die erklärt, wie man damit Geld verdient. Ich bin nicht eure Zielgruppe, denn ich habe mich hier auf dieser Seite ganz gut eingerichtet. Ich will keine neuen Online-Freunde und keinen tollen Seitenanbieter mit allerlei Schnickschnack. Ich mag es hier und ihr werdet das nicht ändern. Und über eure komischen Handy-Tarife und Zusatzpakete werde ich nicht schreiben. Und lieber großer Verlag, den ich nicht mag, du brauchst mich nicht zum Diskutieren, denn du hörst ja eh nicht hin. Inszenier dich allein. Das machen wir doch alle.

Denn ich hab hier alles, was ich brauche und Ende September sogar Urlaub. Besten Dank und wenig Glück weiterhin.