Haftnotiz
Nicht nur ein weißes T-Shirt anziehen, wenn man zum Abendessen rausgeht, alle Regenschirme verbummelt hat und Regen angekündigt ist. Dann auch kein Eis mit Schokosoße zum Abendbrot essen. Führt zu Verklebungen aller Art.
Designfrage
Wo gibt es halbwegs schöne Verlängerungskabel samt Steckdose? Ich bin es leid, diese tausend hässlichen Kästen mit abertausend verschiedenfarbigen Steckern und Kabel im Zimmer rumliegen zu haben. Gibt es da schon eine Lösung, die dazu auch noch bezahlbar ist und die das ganze Gewurschtel irgendwie versteckt?
Liz hat es verfasst, und zwar am 2. August 2007 um genau 20:28
Kategorie : Fragen | 5 Kommentare
Das Büro, in dem ich zur Zeit die Tage verbringe, ist zu drei Seiten einsehbar und aus Glas. Wenn man sich so setzt, dass man die Wand im Rücken hat, kann man zu allen Seiten rausgucken. Rechts das rote Hotel und der gepflasterte Hof, links das rote Backsteinhaus und der dazugehörige Parkplatz. Und wenn man den Kopf in diese Richtung noch weiter dreht, erhascht man vielleicht zwei drei Spreewellen. Nach vorne raus gibt es dann Zug- und S-Bahn-Schnipsel, leicht verdeckt durch auf dem Mittelstreifen stehendes Grünzeug. Davor noch vier Spuren Straße. Fußgänger gibt es auf diesem Abschnitt eher spärlich, aber wenn dann meist touristischer Natur und durchaus amüsant anzusehen. Ich gucke die ganze Zeit raus, beim Überlegen, beim Reden, beim Telefonieren, beim Schreiben (ja, ich kann tippen, ohne die ganze Zeit auf Bildschirm oder Hände schauen zu müssen), beim Essen und beim Auf-Zettel-Gucken-Die-An-Die-Fenster-Geklebt-Sind.
Rein schaut aber fast niemand. Mag an der geringen Passantendichte liegen. Aber ich weiß, wie ich manchmal in der Uni sitze, mein Blick in das Bürohaus auf der anderen Straßenseite schweift und ich immer wieder Krawattenträger dabei ertappe, uns gebannt beim Zuhören zuzuschauen. Die stehen dann da und wenn man sie erwischt, versuchen sie, so zu tun, als würden sie gerade die Scheibe putzen, auf den Bürgersteig schauen, sich die Haare in der Spiegelung des Fensterglases zurechtrücken oder einfach nur verträumt am Fensterbrett rumstehen. Wenn sie es überhaupt merken. Hier aber guckt niemand (oder bekomme ich es nur nicht mit?). Und ich kann in Ruhe den Touristen beim Sich-Verlaufen zugucken, den Bauarbeitern beim Trotten, den Autofahrern beim Fluchen, wenn die Ampel zu lang auf Rot steht, den Bäumen beim Äste hängenlassen. Ich sehe sie alle! Nur das Wasser nicht. Das ahne ich nur über den Parkplatz hinweg. Hinten am Bahnhof die Krähne auf dem Weiß des Himmels. Man kriegt alles mit, aber niemand sieht es. Und wenn man will, kann man sogar hohe Außentemperaturen komplett umgehen. Aber die gibt´s ja eh nicht (oder ich verpasse sie nur).
(Heute übrigens schon zweimal Autos mit Polizeischutzkonsorte. Irgendwas ist los da draußen. Aber das geht mich hier nix an.)
Liz hat es verfasst, und zwar am 2. August 2007 um genau 12:56
Kategorie : Blicke | 2 Kommentare