Messer und Gabel

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Es ist vielleicht eine dieser Zeiten, in denen man alles aufwühlen muss, damit es weitergehen kann. Sowas gehört schon seit langem dazu. Dass man mit den Dingen und Sätzen auf den richtigen Moment wartet, weil man Angst hat, etwas kaputt zu machen, dass es vielleicht noch gar nicht gibt. Und Angst, sich zu verrennen, einen Fehler zu machen, vom falschen Teller zu essen, in den falschen Bezirk zu ziehen, mit den falschen Menschen die wichtigsten Minuten zu verbringen. Und jetzt ist vielleicht einer dieser Momente, in denen man damit aufhören sollte zu warten, sondern mal mit der flachen Hand in die Suppe haut. Wenigstens des Versuches zuliebe, der Reaktion.

Und kurz vorher streichst du dir eine Haarsträhne hinter´s Ohr, bemerkst die Kleinigkeiten, von denen du denkst, du müsstest sie dir merken, weil danach vielleicht nichts mehr so ist, wie es vorher war. Wie die Decke sich anfühlt, auf der du sitzt. Dass die Straßenbahn gerade zum letzten Mal in dieser Nacht am Haus vorbeifährt. Wie die Laterne angeht. Welche Socken du trägst. Das ist wie in den Filmen, wenn sie kurz vor dem Sprung sind, alles an ihnen vorbeirauscht. Und dann machen sie diesen einen Schritt, halten den Atem an oder schreien furchtbar laut oder fahren ein Auto gegen die Wand und danach halten sie zitternd das Steuer in den Händen, schweigen plötzlich, atmen weiter oder landen weich und merken, dass alles noch weitergeht, dass das Ende der Welt noch lange nicht erreicht ist. Das ist dann der Moment, in dem sich die Zuschauer des Filmes ihre Hose zurechtrücken, die Finger entkrampfen, nochmal einen Schluck trinken.

Und am nächsten Morgen trägst du keine Socken mehr, das Licht fällt schräg auf das Bett, nur auf die Füße, du streckst die Hand aus und alles ist noch da, alles ist noch warm. Die Strähne nun verdreht und quer über die Stirn, die Straßenbahn fährt schon wieder, vielleicht wird ja doch alles gut. Eigentlich müssten wir es uns immer wert sein, so zu denken.

Liz hat es verfasst, und zwar am 31. August 2007 um genau 19:19
Kategorie : Blicke | 0 Kommentare

 Lauf nach Hause, kleines Mistvieh.

Liebe Werber, PR-Fuzzis, studentische Aushilfskräfte und sonstige Mitarbeiter diverser Mobilfunk- und Internetfirmen,

ihr scheint in letzter ziemliche Langeweile zu haben. Und um eure Energie besser einzuteilen, könnt ihr mich da raus lassen. Ich habe keine Lust, ständig Anfragen für die neuesten Testungen von irgendwelchen Superduperinternetdienstpaketen bekommen. Ich helfe niemandem dabei, Mails an Blogger zu verfassen. Ich bin nicht diejenige, die erklärt, wie man damit Geld verdient. Ich bin nicht eure Zielgruppe, denn ich habe mich hier auf dieser Seite ganz gut eingerichtet. Ich will keine neuen Online-Freunde und keinen tollen Seitenanbieter mit allerlei Schnickschnack. Ich mag es hier und ihr werdet das nicht ändern. Und über eure komischen Handy-Tarife und Zusatzpakete werde ich nicht schreiben. Und lieber großer Verlag, den ich nicht mag, du brauchst mich nicht zum Diskutieren, denn du hörst ja eh nicht hin. Inszenier dich allein. Das machen wir doch alle.

Denn ich hab hier alles, was ich brauche und Ende September sogar Urlaub. Besten Dank und wenig Glück weiterhin.

Liz hat es verfasst, und zwar am 31. August 2007 um genau 8:30
Kategorie : Fundstücke | 3 Kommentare

 Unter´m Fingernagel

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Wenn man sich die ganze Zeit mit großen Dingen beschäftigt, einem Projekt, einer Aufgabe, bleiben andere Dinge liegen, werden nicht bemerkt, tauchen unter. Und liegt die Aufgabe dann hinter einem kommt auch der ganze andere Rest zurück, das gute alte Gedöns, wie es Ampl:tude so schön nennen würden. Und ich finde mich gerade wieder rein in das Bewohnen von Räumen, das Pflegen von sozialen Kontakten, einen anderen Tagesablauf, das Besorgen von Dingen, das Klären von alltäglichen Formalien, während ich die nächste unaufhaltbare Deadline gehorsam übersehe.

Wenn ich mir etwas wünschen darf für das nächste Jahr, dann eine Zeitspanne, in der ich nur Dinge tue, die ich tun will. Einen Raum, in dem niemand auf mich und Ergebnisse wartet. Eine Pause. Und wo wir grad so schön beim Thema sind: Ich brauche ab Oktober einen Job. Ich kann ja doch nicht ohne.

Liz hat es verfasst, und zwar am 30. August 2007 um genau 12:19
Kategorie : Moi | 3 Kommentare

 Das liegt auf der Hand

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, es still und ruhig zu Ende gehen zu lassen, den Mund zu halten, die Augen zu schließen und auf die Dinge zu warten, die da noch kommen oder eben nicht. Es einfach ausklingen zu lassen. Und dann war ich doch irgendwie überwältigt und verwirrt von den Gefühlen und Gesprächen, die sich da auf den verschiedenen Ebenen ergeben haben darüber, was wir denn jetzt mitnehmen davon und was daraus jetzt wird, wenn wir sagen, jetzt ist es vorüber.

War ich doch oft verwirrt von den verschiedenen Menschentypen, die dann doch dort waren. Und von den teilweise wahnsinnig unterschiedlichen Stimmungen an den einzelnen Veranstaltungsorten. Es fühlt sich seltsam an, jetzt wahrscheinlich nicht mehr tausende Mails am Tag zu bekommen, die Kommunikation wieder zurückzufahren, denn das Postulat “Alles an alle” wurde bis zum Schluss angestrengt durchgehalten. Es ist sonderbar, in ein paar Stunden, all die Sachen wieder aus diesem Haus zu tragen, die Orte in eine neutrale Zone umzuwandeln und die Verwandlung des Hauses wieder rückgängig zu machen. Es so zu hinterlassen, wie es war.

Und ich kam mir wie ein Alien vor manchmal zwischen diesen ganzen Menschen, all diesen Trauben, kleinen Haufen und Einzelpunkten, teilweise völlig überfrachtet und überfordert damit, die Leute einzuordnen in den Dingen, die sie sich von diesen drei Tagen versprochen oder erwartet haben, was sie draus machten oder eben nicht. Positiv überrascht war ich von Vorträgen und Worten und Gesprächen, aber eben auch enttäuscht von Attitüden und Luftblasen. Und wie J. so schön sagte, “man darf seine eigenen Momente dabei nicht vergessen“. Weil es ja eigentlich egal ist, ob da hinter dir vor der Bühne zehn oder zehntausend stehen, wenn nur das richtige Lied kommt.

Ich hab meine Momente eindeutig in der Faust (”Creditcards & Trains” von Sir Simon Battle, das imaginäre Streaming der irren Funkgerät-Kommunikation, die Tore am Kicker, Walzer tanzen mit Lars in der leeren Halle, der erleichterte Blick von Anja vor dem BestOfFilm, dass Martin seinen Mund nie hält, der Sonnenaufgang Samstagmorgen und Ampl:tude, “Das Zelt”, das Gespräch mit Thomas über Kinder und Eltern, Sylvies immergutes Lächeln, meine “Lieblingsboyband” und das, was nach der letzten SMS von Jörn noch kam). Ich bereue nichts. Aber ich will es auch immer wieder anders machen.

Denn ich verstehe gerade eben solche Leute nicht, wie sie sich manchmal bei der Abschlussveranstaltung zu Wort meldeten und sagten, sie würden sich so alleine fühlen, ihnen fehle eine Gemeinschaft, jeder arbeite nur für sich am Ende: Sucht nicht nach einer Ersatzfamilie, sondern lernt, die richtigen Menschen zu treffen. Dann geht das irgendwann von allein. Man kann ein Gefühl füreinander nicht in zweiwöchigen, erzwungenen Treffen entwickeln, eine Chemie lässt sich so nicht mit zusammengebissenen Zähnen herstellen. Das funktioniert nicht nach “Juchhu, wir haben alle einen Laptop, wir sind jetzt alle Freunde“. Ich glaube, diese Art der Zusammenarbeit basiert gerade auf der Gradwanderung zwischen Freundschaft und professionellem Arbeitsverhältnis, auf der Auswahl zwischen Herz und Kopf in den richtigen Momenten, auf einem Maß an Menschlichkeit und einer guten Portion Grinsekuchen. Und man macht dabei tausend Fehler, aber himmelherrgott. Nur weil man sich für die gleichen Dinge interessiert, muss man sich noch lange nicht sympatisch sein.

Und jetzt konnte ich meinen Mund doch nicht halten. Aber das war es irgendwie, was mir manchmal gefehlt hat. Die Kommunikation über die kleinen Alltagsbarrieren hinweg. Über die Räume hinweg, über den Bekanntheitsgrad hinweg, über die Bewunderung hinweg, über die Treppen hinweg, über die Arroganzen hinweg. Nur so als Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Es geht um mehr als Projekte. Es geht immer um tausend mal mehr.

Und jetzt mit der Faust in der Hosentasche weitergehen.

Liz hat es verfasst, und zwar am 26. August 2007 um genau 5:00
Kategorie : Berlin | 5 Kommentare

 Drive me home again

Man denkt ja immer irgendwie, solche Momente wären einzigartig. Mit dem Gefühl, dass jegliche Verbindung zu anderen Menschen von dir abfällt. Du hast das Gefühl noch, aber kein Ende dafür. Du hast noch die Namen, aber niemanden neben dir. Und dann kommt ein neuer, ein solcher Moment und der ist noch größer und legt dir von hinten die Hände um den Bauch und du stehst da nur und du hast eine Stimme, aber dazu kein Gesicht. Du hast nur diesen einen Atem, aber keine Ahnung, wie man den nächsten Zug nimmt. Und du hättest nicht gedacht, dass dir das noch mal passiert, noch mehr passiert, schon wieder passiert. Vielleicht muss sich etwas ändern.

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Und wenn du den Kopf wendest, gibt es ein kleines Loch in der Wand, durch das du siehst, dass der Himmel schon wieder hell wird, die Welt draußen weitergeht. Aber du hast keinen Grund, um das zu bemerken. Du notierst es, hakst es ab und warst lange nicht so allein, wie auf diesem Weg nach Hause.

Liz hat es verfasst, und zwar am 25. August 2007 um genau 5:15
Kategorie : Ton | 0 Kommentare

 Work & Progress

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Liz hat es verfasst, und zwar am 24. August 2007 um genau 11:51
Kategorie : Zeug | 2 Kommentare

 Wir haben ja keine Ahnung

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Ich könnte dir eine Geschichte davon erzählen, wie dein Haar sich anfühlt, wenn man es leise und in der Morgendämmerung aus deiner Stirn streicht, um die Falten zu sehen. Die, die du legst immer dann, wenn die Nächte schwer sind, weil die Tage schwer sind und man keine Grenzen ziehen kann dazwischen und den Schalter nicht umlegen. Wir leben in einer Welt aus Knöpfen, es gibt da kaum noch große Hebel. Manchmal sieht man noch den einen oder anderen verirrt in der Stadt. Mit rotem Griff und eigentlich gut zu greifen, oft aber viel zu lang unbenutzt, irgendwie verloren gegangen im Gewühl. Du kannst an keinem vorbeigehen ohne zu probieren, ich weiß.

Ich könnte ein Lied davon singen, wie es aussieht, wenn du an deiner Hose zupfst, weil sie manchmal zu weit und manchmal zu eng ist. Weil sie immer wieder rutscht, aber doch so sitzen muss, weil du nicht genau weißt, weil du nie genau weißt, weil dein Blick in die Augen immer nur ganz kurz ist und dann immer nur noch daran vorbei. Du hast dir angewöhnt, all die kleinen Metaphern auszuleben, die kleinen Bilder und Gesten, die man in Filmen sieht. Du hast dich so lange weg gewünscht, bis du weg warst, ein anderer und neu. Aus tausend fremden Sequenzen zusammengesetzt.

Ich könnte viele Seiten darüber schreiben, wie deine Stimme auf Kassette klingt, wenn du die Geschichte vom kleinen Muck liest und an deinen Lieblingsstellen immer schneller wirst. Andere Leute würden sich die Dinge aufheben, die sie mögen, sie würden langsam hinein waten, aber du nimmst immer gleich zwei Hände voll, rennst bis zum Ende der Straße und darüber hinaus. Du weißt nicht, wann genug ist, musstest aber deswegen noch nie ins Krankenhaus. Die kleinen Blessuren und Narben, dort, wo dir das Herz über die Hose bis ins Knie rutscht, das merkst du nicht mehr, das linke Bein ist nur manchmal ein bisschen schwerer.

Und ich brauche dir nicht verraten, dass es dich gar nicht gibt. Oder wir uns nicht kennen. An einem anderen Ende schreibst du irgendwelche Anfänge über mich, singst solche Lieder und erzählst Menschen von mir. Wir könnten einander ausfindig machen, laut schreien, ausladend winken, vielleicht Annoncen in die Zeitung setzen oder Zettel aushängen. Wir könnten im Radio anrufen, das Internet durchsuchen oder die Telefonbücher, wir könnten auf den Zufall hoffen, aber wir bleiben sitzen. Dort, wo wir sind. Und direkt in mein Ohr sagst du: “Sonst wäre der Witz weg.

Liz hat es verfasst, und zwar am 23. August 2007 um genau 0:30
Kategorie : Wir | 0 Kommentare

 Zeitverfluggeschwindigkeit

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(Foto: Sebastian Sooth)

Da brennen die Lichter, bis es draußen wieder hell wird. Und im Bauch ist so´n bisschen Brausealarm. Das ganze letzte halbe Jahr haben wir gemeetet, geordnet, angefragt und telefoniert, geplant, organisiert und uns einen steifen Nacken geglotzt. Und jetzt ist es morgen so weit und es wird komisch sein, wenn alles vorbei ist, weil die Zeit jetzt zuvor fast nur davon bestimmt wurde. Auf der Festplatte ist kaum noch Platz vor lauter Plänen und Fotos, vor lauter Mails und Zeug. Und jetzt geht wieder alles so schnell vorbei, dass man es kaum bemerkt. Das ist, als würde man bei sich zuhause eine Party veranstalten. Man muss die Tür aufmachen, Getränke nachordern, nur einen Zahn schärfer, eine Nummer größer.

Eben das obligatorische Teamfoto vor der Spree gemacht. Alle mit roten Wangen und aufgeregt. Es stapeln sich Kartons im ganzen Büro, überall Dinge, überall Sachen. Der Kopf ist tausend kleine Teile. Man kann uns dabei zusehen durch die Scheiben im Radialsystem, das Banner hängt dort, wo es hin soll. Und ab morgen ist das Haus offen. Empfehlen kann ich den Sonnenaufgang am Morgen vom Deck aus. Der Rest ist jedem das seine, eine, andere, Geschmack und so. Ich bin da, ich arbeite, ich atme, ich freu mich. Auch irre auf den Moment am Sonntagmorgen, wenn alles abfällt, Björn von Sometree legt auf, hoffentlich auch ein paar der Lieder, die uns das letzte Jahr waren. Und wie jemand aus dem Team neulich so schön sagte, als wir vom See kamen: “Man sollte sich dann nicht scheuen, einfach auf die Knie zu fallen oder loszuheulen. Solche Momente muss es geben.

Und woran wird man denken danach? Woran sich erinnern?

Liz hat es verfasst, und zwar am 22. August 2007 um genau 20:15
Kategorie : Zeug | 0 Kommentare

 

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Liz hat es verfasst, und zwar am 21. August 2007 um genau 13:48
Kategorie : Lektüre | 2 Kommentare

 Erinnerungen an Herrn Sommer

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Als wir auf dem Weg nach Potsdam waren, wir hatten den Stau der Stadt gerade hinter uns gelassen, klemmte in vertrocknetes Blatt unter dem Scheibenwischer, links und rechts von uns nur grüne Bäume, vorne und hinten Himmel und dazwischen wir. Auf solchen Fahrten im Sommer, wenn man die Füße an den Körper zieht, das Fenster offen hat, sie im Radio die Hits der letzten Sommer spielen, erinnere ich mich immer, wer ich davor war.

In den Wintern verschwimmen die Eiszeiten, alle haben irgendwelche Probleme, die Gelenke knarzen und draußen ist es kalt. Da sind alle gleich, denn alle jammern und sehnen sich. Im Sommer hingegen, so unbeständig dieser auch geworden ist in den letzten Jahren, kommt immer heraus, wo man gerade steht, was kommt, wie lange man durchhalten kann oder eben auch nicht. In dem einen, die Schule war gerade vorbei, da fängt auch meine neue Zeitrechnung an, fuhren wir nach Norwegen. Wir hatten die Berge und die Fjorde und das ganze Grün und ein völlig neues Gefühl von Entfernung und Loslösung. Die Sonne kitzelte im Nacken, während in Deutschland Sturm tobte. Am Vännern und Vättern hatten wir keine Ahnung davon, ließen uns von Mücken beißen und die Stadt brachte uns völlig aus dem Gleichgewicht, als wir zurückkehrten und so unendlich aus der Ruhe. Sie zwang uns nach diesen vier Wochen geradezu, Entscheidungen zu treffen.

Und so war es danach immer wieder. Im einen ließ ich mich ein, ganz bewusst und stieß mich ab von dort, wo man noch zurück kann. Im nächsten machte ich mir dann ein Bild von der Strecke zum Ufer zurück. Das mit den Wellen und Wogen hat man ja irgendwann raus, ich habe Fotos gemacht und die Stadt schwebte in großer Euphorie von Welt und internationalem Fußball. Und wir arbeiteten und tranken viel, fassten uns an den Händen und küssten unbedacht. Wir standen an diversen Rändern und auf noch mehr Dächern und schrien hinaus, was uns drückte, spuckten anderen auf den Kopf ohne Rücksicht auf Verluste, wir waren wie Kinder im Film. Und die Stadt war ein Dorf.

Und jetzt kann man schon wieder sein Ende erahnen, die bunten Blätter und all das und ich versuche, eine Balance zu finden und Verbindlichkeiten. Ich lasse mich wieder auf Menschen ein und sortiere und so oft ich auch fluche, so sehr soll doch so das Leben sein, dass ich führen werde, mit Euphorien und Beständigkeiten. Mit Aussichten und Abfahrten. Nie habe ich mehr gedacht, ich werde erwachsen. Aber auch das geht mir ja jeden Sommer so. Und die Skepsis, die bleibt sowieso immer.

Liz hat es verfasst, und zwar am 20. August 2007 um genau 20:07
Kategorie : Blicke | 5 Kommentare


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