then…

Nimm sie dir. Nimm all die kleinen Lügen und die Halbsätze, die du brauchst, damit dein Brusthaar genau die richtige Länge hat. Nimm die kleinen Blicke und schau sie solange an, bis sie dir passen. Und stehen. Ja, das ist der Unterschied, von dem ich damals gesprochen habe. Ich trinke Weißwein und kann dich nicht mehr so sehen wie mit ohne. Wir haben uns vollkommen verlassen gegenseitig und das mit voller Absicht und du kannst mir nicht erzählen, dass du dir all diese Zeilen wirklich selber glaubst. Ich habe mehr von dir gehalten als solche hohlen Sätze. Nimm sie dir, du hast nichts anderes gewollt. Du hast nichts anderes verdient. Ich bin nicht alt, aber zu alt, um an sowas zu glauben. Ich kenn die Freitagabende in deinem Badezimmer. Und ich weiß, welche Kacheln du mit Füßen trittst und welche du meidest. Ich weiß auch, dass du die Tür abschließt, bevor du dir die Haare auf dem großen Zeh rasierst. All die Geschichten, die kenn nur ich, die kennst du nicht. Die wolltest du nie wissen. Und jetzt trägst du sie mit dir herum und fragst dich ständig wieder, was so drückt zwischen den Vorlesungen. Du hättest mehr Taschentücher kaufen sollen, mehr Creme, mehr im Supermarkt an der Ecke, das sich in deinen Beuteln zu schweren Kugeln bündelt, weil du immer nur dann denkst, wenn es dir in deine zarten Finger schneidet. Ohjee. Und diese Attitüde, die geht mir auf den Geist.
(Nick Hornby)
Liz hat es verfasst, und zwar am 22. Juni 2007 um genau 20:49
Kategorie : Blicke | 1 Kommentare