Das ist immer alles in der Musik

Julius hat mir die fertigen Lieder geschickt und es ist immer so seltsam, sich selbst zu hören. Ob nur sprechend oder eben dann singend. Aber obwohl das nicht meine Lieder sind, hab ich zu jedem eine Erinnerung, zu jedem ein Bild im Kopf, zu jedem einen Zeitraum und einen Gedanken an das Studio und die Aufnahmen. Ich hab zu jeder Zeile meine eigene Bedeutung und zu jedem Wort einen eigenen Klang. Und es mag kitschig klingen und schmalzig und triefen, aber trotzdem rührt es mich ungemein, mich da auf dieser Platte zu wissen und neben Julius zu hören. Das ist Wahnsinn. Und ich glaub, schon deswegen könnten wir zusammen gar keine großen Konzerte spielen, ich würd wahrscheinlich auf der Stelle losheulen. Nennt mich nah am Wasser. Ich spring dann rein.
