Bremer Freiheit
Der Wind ist wärmer geworden. Eigentlich ist ja alles wärmer geworden, aber das merken wir ja dann doch auch wieder nicht so richtig, also interessiert es uns nicht, also schreiben wir nicht darüber, sondern nehmen uns nur die kleinen, unscheinbar interessanten Details raus und schreiben sie, denn darüber kann man dann ja reden, ohne sich gleich in politische Diskussionen begeben zu müssen. Jedenfalls ist der Wind wärmer geworden, am Wochenende hat die Sonne auch in Dresden geschienen. Ich habe kleinen Bergziegen die flache Hand gezeigt und mittlerweile klebt einem die Kamera ja auch nicht mehr ständig in dieser (ich werde alt, ich werde faul), deswegen gibt es davon keine Fotos, aber irgendwann etwas zu hören. Wenn Julius dann In-die-Charts kommt (und ja, solch schlechte Witze äußert man, wenn man den ganzen Tag zusammen in einem Raum eingesperrt ist).
Zudem war ich mal wieder kurz in Hamburg. Das letzte Mal vor ungefähr fünf Jahren und auch ungefähr an den gleichen Plätzen. Schanzenviertel, Schulterblatt und Landungsbrücken. Zu mehr reicht es bei mir in Hamburg irgendwie nie. Dabei hört man doch soviel. Berlin hat sich am Wochenende nicht verändert, mir hat es trotzdem gefehlt (eigentlich mehr der Inhalt als die Form) und am Ende kommen Lieder bei raus. Rock´n Roll geht anders, aber dafür bin ich ja vielleicht auch schon zu alt. Oder zu jung. Je nachdem. Jedenfalls lasse ich mir keinen Bremer Schlüssel auf den Unterarm tätowieren.
Liz hat es verfasst, und zwar am 23. April 2007 um genau 21:56
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