Immer mehr, immer.

Wenn du zu Meer wirst, weil das Meer nicht zu dir kommt. Wenn du dich auflöst und die Konturen verwischen und das Rauschen in deinem Kopf zu einem Laut wirst, den du nicht mehr wahrnimmst. Weil man das eigene Atmen auch nicht mehr wahrnimmt bis zu dem Punkt, an dem man Schnupfen bekommt. Wenn du rennst und rennst und läufst und noch ein Stück weiter, damit es wie Salz schmeckt. Wenn du dich anstrengst und vorantreibst, damit es aussieht wie Fahrtwind und Brise. Und wenn es dir auf die Füße tropft und du erschrickst, weil man ja doch nicht rechnet damit, wenn man träumt, aufzuwachen. Wenn du die Leinen losmachst und ganz erschüttert bist von dem Schaukeln und dass man nicht einfach so wieder zurückpaddeln kann. Das geht schneller, als man denkt, ich hab es dir gesagt. Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt, sag nicht. Nichts. Damit du hörst, wenn sich was in der Tiefe regt. Du darfst nicht aufhören zu lauschen, nicht.
Wenn du zu Meer wirst, weil das Meer nicht zu dir kommt. Pass auf, wohin die Blasen gehen, wohin.
