Herbstzeitlose

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Die Jahreszeiten verschieben sich ja schon genug. Es ist Dezember, wir haben 13° draußen und auf meinem Balkon sieht es aus wie früher Herbst. Dezember meint immer Ende in meinem Gelände und Januar meint immer Anfang. Und die einzige Routine in diesem ganzen Jahreszeiten-die-nicht-mehr-sind-was-sie-mal-waren-Gewäsch besteht darin, dass ich jedes Mal am Ende denke, ich bin noch nicht so weit. Eine Konstante, da kann man sich drauf verlassen. Nennen wir es Kalenderüberforderung, von einem Druck auf den Schultern spricht man ja nicht gern. Aber wie kann das bitteschön ein Jahr sein, in dem sich soviel verändert und getan hat? Ein einziges, das nun mit Vollkaracho auf sein Ende losstürzt. Ich muss doch noch packen und zusammenräumen. Ich muss doch noch aussortieren und Wunschzettel schreiben, bevor das neue anfangen kann. Irgendwie sind die Bremsen am Ende des Jahres jedes Mal wieder sowas von runter, dass einem nichts anderes bleibt, als in einem Mordstempo und ohne langes Hin und Her die Sachen, die im Weg liegen, von der Karre zu schmeißen, damit noch ein bisschen was raufpasst.

Aber so richtig zum Überdenken kommt man ja irgendwie doch nie. Nennen wir es vielleicht auch Jahresendpanik. Nicht zu überschätzen, aber hin und wieder laut rumorend. Klingt ein bisschen wie Hunger.

Liz hat es verfasst, und zwar am 3. Dezember 2006 um genau 16:56
Kategorie : Moi | 6 Kommentare


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