Großstadtcowboys on demand
Bummsvallera. Es gibt eine neue Veranstaltungsreihe mit Hit-Potential. Le Club Uts,M! stammt aus dem Kopfe des Teams der gleichnamigen Booking-Agentur. Björn und Tobi glauben wohl, das “Club” im Namen ziehe die Mädchen und der französische Touch die Jungs. Klingt ja auch gut. Nur leider hab ich diese Sprache in der Schule nicht gelernt und finde dieses wilde Sprachgemixe auch immer reichlich holprig. Macht aber nix, denn die Auftaktveranstaltung am Samstag hielt mehr, als sie versprach.

Björn hatte sich die Haare geschnitten, ein kariertes Hemd angezogen und flötete sich in die Herzen der Anwesenden. Und die Gänsehaut erschreckt mich mittlerweile nicht mehr. Den Gitarrengurt schön hoch gespannt, die Beinchen brav durchgestreckt sattelte er Jolly Jumper, Sonnenuntergang inklusive. Sonnenaufgang dann mit Audio Transparent, die so unscheinbar aussehen und dann aber mächtig die Pathos-Schublade aufziehen, ohne dass es unangenehm wird. Das Album hab ich trotzdem nicht gekauft, aus Angst vor Glätte und Perfektion. So finde ich es doch gerade charmant, wenn es ruckelt und knackt, seufzt und hechtet. Wenn der Schlagzeuger nicht auf Klick spielt und man den Atem aller hört. Mir blieb er fast stehen, als sich vor meinem inneren Auge Gebirge samt Weitblick auftürmten. Dieses Konzert war das erste in Deutschland für die holländische Band. Sichtlich aufgeregt, dafür umso konzentrierter gaben sie ein wahrlich bravouröses Debut.

Da hilft dann auch kein “mit dem Fahrrad in die Nacht und alle Ampeln rot”. Da denkt man eben einfach länger drüber nach.








