Lisl goes Dirndl
Nach einem halben Jahr Knochenarbeit und kreativer Vollauslastung ist jetzt das Wochenende kollektiver Endfeierei gekommen. Ich fahre zur Wies´n. Der Schweizer und ich wagen uns auf das Oktoberfest, angeführt vom heimatkundigen Chef des süffisanten Kicherns. Jedoch nicht ohne Vorbereitung. Die Kontakte nach München reichen von familiärer Leitung bis hin zu entfernten Bekannten. Aber der nette Kollege Koch ließ es sich nicht nehmen, mich nach ängstlichen Bekundungen meinerseits elektropostalisch einzuweisen. Man lese selbst…

1) Früh hingehen. Immer zum Seiteneingang rein, Haupteingänge sind meistens zu. Wenn gar nichts geht: Bargeldbestechung der Security (Aufgabe des männnlichen Begleiters).
2) Für die erste halbe Stunde im Zelt Atmen sowie Denken einstellen. Notfalls diesen Zustand eine weitere halbe Stunde verlängern.
3) Schnell ein bis zwei Mass trinken. Mass mit kurzem “a” sagen, nicht “Maß”. Bedienung immer topfreundlich behandeln und ihr ein gutes Trinkgeld geben. Mit ihr steht und fällt das Ganze.
4) In beliebiger Abfolge: Autoscooterfahren; Bier trinken; Hähnchen essen; auf die Bank (nicht den Tisch!) steigen und gleichzeitig singen und Bier trinken; “Runde drehen” (wahlweise im Zelt oder draußen); mher Bier trinken; jemanden küssen, der entweder richtige Tracht trägt oder Jeans, keinesfalls moderne “Landhausmode”.
5) Nicht in der S-Bahn spucken.
6) Zuhause vor dem Bett Mineralwasser, Magnesium und Aspirin. Fertig.
Über weitere Kniffe und Bedienungsanleitungen freue ich mich sehr. Ein Erfahrungsbericht samt angewendetem Wissen folgt nach bestandener Prüfung.
Liz hat es verfasst, und zwar am 27. September 2006 um genau 12:21
Kategorie : Fragen | 11 Kommentare