Lange nicht gelesen?
Ab heute gibt´s das “sprach Rausch“-Buch bei Amazon und hoffentlich auch in den gängigen Buchläden zu kaufen. Yeah!

Liz hat es verfasst, und zwar am 13. März 2006 um genau 16:01
Kategorie : Lektüre | 3 Kommentare
Ab heute gibt´s das “sprach Rausch“-Buch bei Amazon und hoffentlich auch in den gängigen Buchläden zu kaufen. Yeah!

Liz hat es verfasst, und zwar am 13. März 2006 um genau 16:01
Kategorie : Lektüre | 3 Kommentare
Liz hat es verfasst, und zwar am 12. März 2006 um genau 22:13
Kategorie : Zeug | 0 Kommentare
Dieses Jahr findet die WM in Deutschland statt, alle Welt taumelt über grünen Rasen und zieht sich Trikots über Kopf und Körper. Eine junge Türkin nutzt diese Gelegenheit, um sich in Berlin einen Traum zu erfüllen. Tülin Duman ist 27 Jahre alt und eigentlich Pharmazeutin. Im letzten Jahr hat sie jedoch kurz vor Weihnachten einen Laden für Fußballkultur in Berlin Kreuzberg eröffnet: „Goal – Eine Welt für Fußball“. Nun zieht sie eine erste Bilanz.
Liz hat es verfasst, und zwar am 12. März 2006 um genau 21:34
Kategorie : Berlin | 0 Kommentare
Ich möchte auf der Adobe-Seite eine Demoversion runterladen und stoße dabei im license agreement auf folgende Zeilen:
"By downloading or using an Adobe software product you are certifying that you are not a national of Cuba, Iran, Iraq, Libya, North Korea, Sudan, Syria, or any country to which the United States embargoes goods and that you are not a person on the Table of Denial Orders, the Entity List, or the List of Specially Designated Nationals."
Ich lese solche agreements sonst eher selten.
Gibt es solche Bestimmungen in den meisten Agreements?
Bin ich einfach nur naiv oder ist das wirklich etwas erschreckend?
Liz hat es verfasst, und zwar am 11. März 2006 um genau 17:22
Kategorie : Kultur | 3 Kommentare

ab 22 Uhr spielt Julius
(1,2,3,4 Lieder singen wir zusammen)
“We do our party alone”
Liz hat es verfasst, und zwar am 9. März 2006 um genau 23:43
Kategorie : Ton | 0 Kommentare
Der Zuschauer steht. Das wirkt am Anfang etwas beängstigend, man weiß nicht genau, ob man durchhält. Und im Raum steht abgesehen von dem Zuschauer noch ein riesiges Rondell aus Holz, eine Art Manege, die die Bühne von dem Rest trennt. Dieses Holzgestell geht einem bis zur Brust, man kann sich darauf stützen oder an die Wand lehnen, so dazwischen ist eher unpraktisch, denn es will immer jemand an einem vorbei. Also lehnt man sich mit dem Rücken an die Wand und wartet. Bald darauf geht das Licht aus dem Raum und hinein rennt ein Mädchen und singt ganz schief zu einem Gitarrenspiel. Dann ist sie wieder weg. So. Jetzt hat man die Aufmerksamkeit, jetzt kann es losgehen.

Nach dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“ von Philip K. Dick hat die Jugendgruppe P14 an der Berliner Volksbühne ein Stück gebastelt, in dem sich die Menschlein zwischen 14 und 20 Jahren tiefschürfende Fragen stellen. Welche Arten von Liebe gibt es? Und wem genüge ich überhaupt? Bin ich schön? Und was ist morgen? Letzten Endes ist das aber auch Glücksspiel. So ist das mit dem Goldsuchen nun einmal. Wer ist mein Zuschauer und hat dieser die gleichen Sorgen wie ich? Man kann eben doch nicht jedes Problem auf einen allgemeingültigen Satz runterbrechen. Aber der Gedanke ist doch ein guter. Und man macht sich eben so seine Gedanken in dem Alter, man fühlt sich halt zerrissen und oft nicht verstanden. Das kommt rüber, das hat auch jeder an sich selbst erfahren.
Philip K. Dick erzählt in seinem Buch „Träumen Androiden von elektrischen Schafen“ von Menschen und humanoiden Robotern. Nicht die Intelligenz unterscheidet die Androiden von den Menschen sondern die Empathie, die Fähigkeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Im Replikantenkaufhaus kann man sich Androiden aussuchen. Ganz nett wird dieses Bild dann auf das immer wiederkehrende Format Boygroup übertragen. Das Individuum als kleines Fizzelchen im großen System Gesellschaft, die Jugendlichen schwanken und tanzen uhrzeigergleich in der Mitte des Raumes. Sowas übt man in den Proben genau wie die Zeitlupentechnik und das Ausrasten, das Weinen auf Bestellung und das überdrehte grelle Lachen, das einem – wenn es gut gemacht ist – fiese Gänsehaut über den Rücken jagt.
Das P14-Schema bleibt leider oft dasselbe. Laute Musik mit viel Rummsbass und alle Darsteller fallen im Pulk übereinander her oder wüten sich über die Bühne. Oder die Tanzszenen zur selben Musik, den Vordermann im Blick, dann klappt das schon. Es gibt auch immer die zwei heimlichen Hauptdarsteller, die dürfen dann ganz oft und viel sagen, die sind auch meistens wirklich gut, aber dafür fallen zwei drei andere dann halt hinten runter. Die Scheu haben die Jugendlichen verloren, das ist mutig und recht groß. Aber doch bleibt das Gefühl, immer alles zeigen zu wollen, was man kann und was man gelernt hat. Dies endet leicht in inhaltlicher und darstellerischer Überfrachtung, im lauten Tamtam, denn man muss sich ja noch einmal auf den Boden werfen und noch einmal schreien. Dass ihr das könnt, wissen wir doch aber.

Schön wird das Stück, wenn es um Liebe und Leere geht. Da stellt sich die pinkperückte Madame in den Raum und sucht Aufmerksamkeit bei ihrem Freund, der leider gerade mit Fadenspielen beschäftigt ist. Das hat dann auch nichts mehr mit Androiden oder humanoiden Robotern zu tun, das ist einfach mal so aus der Realität geholt: „Ich zeig dir die ganze Zeit meine Seele, aber du schaust gar nicht hin“. Zu Gewinnen gibt es dabei nichts, Antworten gibt es auch nicht, aber noch am nächsten Morgen unter der Dusche denke ich an das Lied, dass das Mädchen mit der rosa Perücke sang: „Wenn Gwyneth Paltrow morgens aus der Dusche kommt, kann sie unmöglich schöner sein als ich. Und doch hat selbst ihr Duschvorhang noch Hollywoodflair..“. Das ist die große Szene in dieser einen Stunde.
Vielleicht bin ich für den Rest schon zu alt, vielleicht habe ich auch einfach schon zu oft P14-Stücke gesehen. Man versucht sich hier an Brave New World und großen Emotionen. Es misslingt nicht, aber hin und wieder fehlt ein Quäntchen Sensibilität, was den Aufbau betrifft. Man misst großes Theater nun mal nicht an ungewöhnlichen Utensilien und ich frage mich wirklich, was diese Schneekanone und die Federn da zu suchen haben. An dieser Stelle kommt die Frage des Stückes mit der Darstellergruppe und dem wahren Leben zusammen: Im großen Viel der Welt will jeder besser, größer, lauter sein als der andere. Manchmal aber reicht doch das, was man ist, was man hat. Und der Rest ist wieder nur Dekoration, die irgendwann umkippt, die nicht hält.
(Das Stück läuft noch am 16. und 18. März um jeweils 20 Uhr im dritten Stock der Berliner Volksbühne.)
Liz hat es verfasst, und zwar am 7. März 2006 um genau 21:34
Kategorie : Berlin | 0 Kommentare
Es schneit in Deutschland. Und alle, die sich am Sonntagabend auf Tatort freuten, mussten warten. Grund für diese Verzögerung waren Bilder von sich unter Schneelast biegenden Tannen und Lastwagenfahrern, die sich mit Verkehrsschildern den Weg freischaufeln.
Da hat doch der Nachrichtenfaktor „Nähe“ voll eingeschlagen. Samstag ein Brennpunkt, Sonntag ein Brennpunkt. Und das, weil Schnee vom Himmel fällt. Sicher, Verkehrschaos in Süddeutschland ist keine feine Sache. Und in Berlin ist man froh, dass der Stadt der Matsch noch nicht bis zum Hals steht. Aber vielleicht könnte man ja doch, wenn man schon Tatort verschiebt, wenigstens Informationen zum Besten geben, die über die Tagesschau-Meldung hinausgehen.
Im Brennpunkt jedoch schmeißen zuckersüße Nachrichtenstimmchen lieber Klischees über Autobahnen verstopfende Holländer in den Raum, man zeigt Landschaften in dieser die Tage zeichnenden Nicht-Farbe und scheint selbst etwas überfordert mit dem Ganzen. Was wollte man jetzt eigentlich sagen? Klimawandel? Hilfe anbieten? Ach egal, jetzt erstmal Wetter.. bleibt nur zu hoffen, dass uns die Niederlande morgen nicht den Krieg erklären.
Liz hat es verfasst, und zwar am 6. März 2006 um genau 13:27
Kategorie : Kultur | 2 Kommentare

A confident and desperate man weiß sonst, wie man mit hoher Stimme Zerbrechlichkeit herstellt, die fast zu Grausamkeit wird, weil sie einen an den Stellen berührt, die gerade erst wieder zugewachsen sind und noch empfindlich.
Hier bleibt er erstaunlich auf dem Boden, aber man kennt den Moment. Das Telefon, der Beat aus Regen und Schritt und Motorklackern und darüber immer die Empfindung, das Gefühl, dass man doch eigentlich weiß, wer da vor einem steht. Und man geht um ihn herum und baut eine Brücke durch Erzählung, durch Erklärung, durch Beschreibung. Weil es anders nicht geht.
Der Beat klopft nicht an, der legt einfach los. Die Gitarre hängt am Hosenbein, die Stimme kommt zögerlich hinterher, übernimmt letztendlich aber das Ruder. Sing me to sleep, sagt sie. Und weiß eigentlich doch recht genau, was sie will.
Das ist ein Sänger und ein Songwriter. Das ist Symbiose von Beat und und zurückhaltender Gitarre aus einer Hand. Da sind die Plings genau auf den Moment. Nicht mehr als muss, genug um zu verstehen und damit irgendwie genau richtig.
Das Ende bricht. Aber das haben Abschiede einfach so an sich.
Liz hat es verfasst, und zwar am 5. März 2006 um genau 15:07
Kategorie : Ton | 2 Kommentare
Seit ca. 365 Tagen gibt es den fast monatlich auftretenden Wahnsinn in Veranstaltungsform:

Dies wird heute abend im Privatclub hoffentlich gebührend gefeiert. Bad Saalschlacht (zusammengesetzt aus diversen Leuten, die mit anderen Bands schon ein bisschen Erfolg hatten) sind der Inbegriff von Knalleffekt und Partyspaß, gecovert werden die Hits von damals bis übermorgen und das in einer Art und Weise, die die Hintern und die Köpfe nicht nur wackeln sondern vibrieren lässt. Also zieht euch die hübschen Schühchen an und holt das Grinsen raus, ich will da Menschen sehen heut nacht!
Liz hat es verfasst, und zwar am 3. März 2006 um genau 12:14
Kategorie : Ton | 3 Kommentare
Man stelle sich ein von außen doch recht hässliches Haus in einer großen Stadt vor. Drinnen wird geschäftig gearbeitet und getextet, Papier wird beschrieben, Konzepte werden erarbeitet, die Woche neigt sich dem Ende zu und es wird produziert, was das Zeug hält. Jeder will mal Wochenende.
Unten vor dem Haus steht ein dickes Auto in einer Parklücke. Ein kleiner Transporter parkt mal eben so in zweiter Reihe , dass es dem Auto unmöglich wäre aus eigener Kraft seine Parklücke über die Straße zu verlassen. Der Fahrer des in der Parklücke eingeschlossenen Wagens kommt nun. Der Fahrer des kleinen Transporters ist verschwunden. Der Fahrer des eingeschlossenen Autos gerät in Panik und beginnt zu hupen. Zwischendurch läuft er nervös wackelnd auch mal ein zwei Runden um sein Auto herum, dann setzt er sich wieder ans Steuer und hupt weiter. Vielleicht ist er taub. Wenn nicht, dann jedenfalls nach dieser halben Stunde ständigen Lärmens. Der Fahrer vom Transporter bleibt verschwunden. Dafür regen sich in der dritten Etage des hässlichen Hauses die Gemüter. Alle haben einen roten Kopf vom Denken, draußen schneit es. Der Huper trägt einen Hut. Der Huper kommt auch nicht auf die Idee, die Parklücke über den Bürgersteig zu verlassen, was ohne riesige Probleme möglich wäre. Der Huper hupt einfach weiter. Da beugt sich der Referent für Europakommunikation aus dem Fenster im dritten Stock und beginnt ein Gespräch mit der Intention, den Menschen vielleicht von seiner nervtötenden Aktivität abzubringen. Es hilft nichts. Der Huper hupt.
Da kommt der stellvertretende Generalsekretär ins Zimmer gestürmt, schreit “In Deckung!” und wirft seine kleine Schale mit Quark aus dem Fenster. “Hab ich getroffen? Hab ich getroffen?”…
Ungläubig begutachtet der bemützte Huper seine mit Quark verschmierte Stoßstange. In dieser Zeit kommt der Fahrer des Transporters, setzt sich in eben diesen und fährt seelenruhig davon. Zurück bleibt ein durchgehupter, mit Quark verschmierter Bonzenwagen, dessen Besitzer erstmal Pause machen muss.
Liz hat es verfasst, und zwar am 2. März 2006 um genau 23:24
Kategorie : Berlin | 0 Kommentare
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