Die Sache ist ja die, dass es so viele Sachen sind.

Monat: Dezember, 2005

Was war und ist, kommt und bleibt. Es tut uns nicht leid…

Ich habe kein Auto und deswegen auch keinen Rückspiegel. Ich bin zwar gut im Zurückschauen, aber laufe dabei meist gegen herumstehende Laternenmasten. Im Verabschieden bin ich schlecht, manchmal dauert es Jahre. Jahresrückblicke mag ich nicht, aber natürlich läuft innen der Film; natürlich rattert, was war. Und überall fragt man nach den Platten und Konzerten des Jahres, man nennt es Zeit der Besinnung. Und mir runzelt sich die Stirn in diesem Terminkalenderdenken. Jetzt ist das Jahr zu Ende, jetzt wird bitte rekapituliert, Bilanz gezogen und in Listen gesprochen. Und mittendrin raufe ich mir die Haare, weil das doch so nicht geht, weil es sich in mir sträubt, weil zwar mein Radiowecker so funktioniert, aber nicht meine innere Uhr. Der Winter hat offiziell begonnen, die Jahreszeiten verschwimmen immer mehr und Kalender sind doch auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Zurückkommen

Flughafen Frankfurt am Main.

Das Blau an solchen Himmeln in einer solchen Zeit ist ein mattes, es erinnert an ein Grau und wird manchmal weiß. Guckt man tief hinein, hat man es schon einmal gesehen, nur mit den Füßen im Sand.
In den Hallen unter solchen Himmeln (ich bin mir sicher, es gibt mehrere davon) stehen und begrüßen sich die Menschen in Schulterpolstern und geknoteten Tüchern. Sie haben sich die Schuhe geputzt, irgendjemand in der Nacht die großen Scheiben, vor denen die Vogelatrappen schwerfällig hin und her rollen. Sie spucken mehr und mehr von diesen mit Pappbechern bewaffneten, wild mit Zeitungen um sich schlagendenden und Falten werfenden Punkten aus. Und schlürfen neue in sich hinein.
Der Mann mit dem Computer erschrickt, wenn man ihm auf seinen Nieser hin Gesundheit wünscht. Dann lacht er und kauft Orangensaft. Einen für sich, einen für mich. Und die Lichter werden blasser. Im Fernsehen der amerikanische Präsident und plötzlich muss ich aber die Kopfhörer aufsetzen, um das Brabbeln und Brummen ausblenden zu können. Abschotten ging leichter hinter dem Ozean.
Einen Unterschied in den Flughafenmenschen gibt es kaum. Nur die Marken und Embleme sind andere. Und weniger Gesichter sind schwarz. Es riecht nach Erkälktungsbad und die Überschriften der BILD leuchten in allen Ecken.

Um mich herum haben an diesem Morgen die meisten ein Berufsleben und gebügelte Hemden. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und frisch geduscht, die Katze gefüttert und den Wagen in der Garage geparkt. Sie haben glänzende Armbanduhren und einen Stock im Arsch. Und damit eine Menge von den Dingen, die ich nicht eingepackt habe.

Die Filmszene aus “Terminal”, in der die Kamera wegfährt und der Tom Hanks in der zirkulierenden Masse stehenbleibt und immer kleiner wird, spüre ich am eigenen Leib.

(Erste Bilder aus Washington gibt es hier.)

Bush an das Volk

(”Sowas sollte man eigentlich gleich bloggen”, sagt Dominik.)

Vor ein paar Minuten hat Bush ein paar Worte ans Volk gerichtet. Über´s Fernsehen, wie sonst. Er spricht davon, dass er die Konsequenzen seines Tuns sieht. In den Eltern, die nun vielleicht eines ihrer Kinder vermissen und trotzdem sagen: “We believe in your mission. Go on!”. Und mir ist es, als sitzt da die Doppelmoral in Person zwischen diesen beiden Bilderrahmen, der Bildausschnitt ist ein bisschen verrutscht, Parallelität ein bisschen verfehlt. Aber er hat die Hände gefaltet, ein Lächeln im Mundwinkel, während ich mit kalten Fingern am offenen Fenster sitze und die Lichter der Stadt blinken sehe. Es blinkt in die Welt: Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit. Und was passiert wirklich?

Arlington Cemetery

Hügelweise Grabsteine. Der blaue Himmel ist nicht geheuchelt, der ist einfach da. Mit riesigen Flugzeugen drauf, die über einen hinwegdonnern, während Touristenbusse an einem vorbei über die asphaltierten Straßen fahren. Und einen Hügel weiter tragen sie einen Menschen zu Grabe. Schnee schmilzt neben den Füßen.
Bäume geben den Blick auf das Pentagon frei und die Menschen dort können zurückschauen. Sollten sie vielleicht. Tun sie vielleicht. Touristen watscheln manchmal in Gelächterwolken die Wege entlang. Die Flamme auf dem Grab von John F. Kennedy kann man ja vom Bus aus nicht sehen.
Und mir die Gänsehaut, als ein riesiger Vogelschwarm hinter den Bäumen auftaucht, während uniformierte Männer einen weißen Sarg schultern. Die Menschenmenge dahinter ist nicht groß und wir wenden uns ab, während die Vögel ein großes Schweigen anstimmen. Motorenbrummen und das Stadtrauschen im Hintergrund übertönt das nicht, der Himmel ist und bleibt, während die Stufen auf dem Weg zum Grab des unbekannten Soldaten weniger werden.

Und da stehen sie wieder in Uniformen, mit Digitalkameras und Camcordern, nicht in Reih und Glied, aber ordentlich angezogen, die Orden poliert. Die Blicke flirren, vor dem Gedenkstein steht einer stramm, wirft ein paar Worte in die Menge und dann salutieren sie. Die rechte Hand geht an den Kopf, den Mützenrand. Und die, die nicht folgen, die photographieren und filmen. Halten alles fest und grinsen dabei debil, während es den anderen fast die Knöpfe von den Jacken sprengt. Stolz geschwellte Stirne in die Sonne gereckt, das Vaterland, das Vaterland, es ist nicht einmal ihres, aber der Akt ein militärischer und da scheinen sie alle gleich mit ihren Schulterpolstern und zusammengekniffenen Arschbacken. Geht hinaus in die Welt und marschiert, was das Zeug hält.
Mir drückt es die Luft ab, als ein Kranz niedergelegt wird.
Dann dürfen sie wieder bequem stehen und entfernen sich sofort, das Spektakel ist vorbei, ab in die Busse und zum nächsten Termin. Zurück bleibt der Wachmann, er läuft wie auf Eiern und der Baggern nebenan darf weiterschaufeln.
Noch die Gräber in Reih und Glied, Linien für´s Land. Angelegt, um den Stolz zu verkünden, auf der großen Steinfläche am Kennedy-Grab steht, du sollst nicht fragen, was dein Land für dich tut, sondern was du für dein Land tun kannst. Und wenn du bis zum Letzten gegangen bist, dein Leben gelassen hast irgendwo, sie dich dann zurücktransportiert haben, dann leistet das Land dir den Dienst, dann lebst du mietfrei in diesen Reihen, dann sind sie stolz auf dich.

Erst bitten sie um Ruhe und Respekt, dann spucken sie auf die Wege. Erst wollen sie Gedenken, dann rollen sie Touristen in Bussen daran vorbei. Und als die Vögel wieder schreien, finde ich keinen Ton.

Und am Abend Tatort

DC hat den Winter inne. Die Füße frieren schnell, wir haben rote Nasen. Und dünne Eisplatten liegen auf dem Reflection Pool. Blau wird zu Schnee wird zu Regen. Die Lichter bleiben dieselben. Und die Kamera ist nicht fähig, das warme orangefarbene Licht im Starbucks einzufangen. Ich lerne diesen Laden schätzen hier. Dudelnde Weihnachtsmusik und immer warm und gemütlich, Kaffee-Sahne-Gewürz-Geruch in der Luft und die Leute igeln sich ein, das Café ist ihr Iglu. Hier wird gearbeitet, gelernt, telefoniert und trotzdem ist es nie so laut wie z.B. im Thai Chef, wo ich heute zum ersten Mal Sushi probiert habe. Starbucks meint hier warmes Licht zwischen den roten Bechern, keine Neonleuchten und nicht soviel Platz wie bei denen in Deutschland. Die Sofas verlieren sich z.B. in der Filiale am Hackeschen Markt, die Fenster sind riesig und oben hat es ein bisschen was von McDonalds. Hier sind sie kleine Inseln. Man schaut uns an. Immer noch. Warum auch immer, aber ständig.

Und wir schauen auf die Stadt vom Postturm aus, am Washington Monument hinauf, von den Treppen vor dem Lincoln Memorial hinunter, während die Hubschrauber des Präsidenten über uns hinwegdonnern. Wir beide mit den großen Papiertüten von Whole Foods auf dem Weg nach Hause zwischen den Leuten, die von der Arbeit kommen. Das Flattern der Lichter in den Straßen, überall schon irgendwie Weihnachten oder eben Happy Holiday, Schnee. Das vergesse ich nicht.

Die Schritte durch´s Holocaust Museum sind langsame. Man hat das ja alles irgendwie schon gelesen, irgendwie schon gesehen auf Tafeln, in Filmen, Gedenkstätten und vielleicht vor Ort. Und trotzdem drücken mir die schwarzen Stelen die Luft ab, finde ich kaum Worte drinnen und auch danach gewöhnen wir uns erst wieder langsam an die Geschwindigkeit der Stadt. Und so mancher Amerikaner läuft laut telefonierend in dicken Turnschuhen an Bildern der Gaskammern vorbei. Ein Museum unter vielen für ihn vielleicht. Für mich anfangs auch. Erstaunlich aber doch, wie kritisch dann doch mit dem Thema und der Stellung der USA dabei umgegangen wurde. Eben anders als erwartet.

Im Tabletop könnte ich all mein Geld lassen, kleine wunderschöne Dinge zu nicht ganz so kleinen Preisen. Beim Verlassen des Ladens hat jeder eine kleine Papiertüte in der Hand, man gönnt sich ja sonst nichts. Und Weihnachten ist die Ausrede.

Berliner Studenten demonstrieren und streiken und Jan spricht meine Gedanken aus, als er schreibt, dass es ins Leere geht, wenn man jetzt über Dinge jammert, die man schon vor zwei Semestern hätte stoppen müssen.

Die Tage hier sind schöne. Und den Gedanken an Zeitmanagement, Arbeit und Uni lasse ich im Regen stehen. Noch.

4 Tage Georgia

Ein amerikanisches Dorf, wie man es aus den Filmen kennt. Riesige Grundstücke, keine Zäune. Soziales Miteinander ist ebenso verpackt. Es reicht immer bis zur Tür. Ob Haus, Auto, Kirche, Supermarkt, Fitnesscenter. Und dazwischen sind Straßen. Gerade breite Wege, an deren Abfahrten die Schilder erzählen, welche Fressstationen ansässig sind. Überall kann man Autos kaufen, überall kann man essen, hier und da ist auch mal ein Arzt oder ein Bowlingcenter.

20h Showprogramm. Und sogar nachts ist es nicht vollkommen still, da rattern Luftreinigungsstation und Ventilatoren um die Wette. Ein Fernseher in fast jedem Zimmer. Die Kinder trinken den ganzen Tag Sprite, aber der Tee wird mit teurem Ersatz-Bio-Zuckermittel gesüßt. Das Essen ist ständig Mittelpunkt und doch immer nur nebenbei. Man schaut Fox News und zum Frühstück gibt es PopTarts für den Jungen. Nicht getoastet, gleich frisch aus dem Karton. Man isst von Papptellern und trinkt aus Pappbechern, nur der Kaffee (einen dreiviertel Löffel auf 5 Tassen) wird in Porzellanbechern zu sich genommen, abwaschen ist doof, da guckt man lieber fern. Eine große Mülltüte reicht für einen Tag.

Man verbietet den Kindern “kill” zu sagen, aber kauft ihnen Sturmmasken und Armyklamotten, in denen sie die ganze Zeit Soldat spielen. Hinter dem Haus geht der große Sohn schießen. Mit den Spielzeugwaffen zielen die Kleinen auf Menschen. Spricht man hier von Doppelmoral oder Naivität? Als sähen sie die Dinge nicht mehr in ihren Händen, wenn sie ihre Namen nicht aussprechen.
Dem Mädchen wird gesagt, es darf nicht raufen, weil es ein Mädchen ist. Mit den Hunden spielen, das darf es. Davon gibt es ein halbes Dutzend hinter dem Haus. Der ganze Garten ist voll davon. Garten ist vor allem Wiese.

Am Straßenrand bleiben die Baumwollbüschel im trockenen Gras hängen, daneben schlafen Unfallruinen. Schilderwald Autowald. Man kann nur vermuten, dass in diesen langen, wabernden Würmern aus Blech Menschen sitzen. Draußen sieht man kaum welche davon. Man ahnt die Gesichter hinter den getönten Scheiben, die Bäuche hinter den Lenkrädern. Und in den kleinen bunten Häuschen am Straßenrand, auf deren Parkplätzen einem das Fett ins Gesicht schlägt, sammeln sie sich. Man sieht sie hier und da an den Tankstellen und Drive-In-Schaltern. Dazwischen ist Asphalt und flattern Fahnen im Wind. Die gehören zum Bild wie die aufgeklebten Schleifen auf den Heckscheiben, auf denen steht: “Support Our Troops”.

Auf dem Soldatenfriedhof stehen die Steine in Reih und Glied. Wenn man im richtigen Winkel draufschaut, bleibt nichts ausser den Namen auf weißem Stein. Selbst in den Gedenkstätten sind die Wege breit und asphaltiert, auch hier läuft man nicht, sondern fährt mit dem Auto durch. Die Tafeln stehen so, dass man sich nicht recken muss, um sie lesen zu können. Und der Picknickplatz ist gleich nebenan. Macht den Gedanken zu einem Familienausflug, packt Sprite ein und Chips. Asphaltiert die Geschichte und das Gedenken, bis es in kleiner Form auf dem Backblech liegt. Ich warte auf den Tag, an dem man Gedanken im Supermarkt kaufen kann. Tiefgefroren, für die Mikrowelle. 3 Minuten warten, dann macht es pling und wem das nicht reicht, der schiebt den Rest auf Gott. Das soll so sein, der macht das schon. Alles ist gut. Und jeden Tag frische Handtücher.

space shuttle like

Schnelldurchlauf

__5.12.
Flughafen Berlin Tegel. Der Koffer ist abgegeben, in einer Stunde erst ist Boarding Time. Ich habe brav den Schnipsel mit der Zieladresse an den Koffer gehängt. Polizisten laufen mit bösen Blicken an mir vorbei, der Himmel ist grau, das Klima aber milder als in den letzten Tagen. Es ist dampfig in der Halle, dazwischen mischen sich Reinigungsmittel, Essensdunst und die Ausläufer verschiedenster Parfums. Die Flugbegleiterinnen von Lufthansa sind die Königinnen der Lästerei. An ihren Kolleginnen von Air-Berlin lassen sie kein einziges gutes Haar.

Meine Sitznachbarin auf dem Flug von Frankfurt nach Washington schaut ganze vier Mal “Ice Age” und lacht dabei jedes Mal so sehr, dass die Sitzreihe wackelt. Irgendwann faltet sie ihren Minirock zusammen und legt die Jacke so über sich, dass sie nicht mehr ist als ein Haufen blonder Haare und Tierfell. Nach einer halben Stunde wacht sie wieder auf, richtet sich und guckt weiter. Ice Age.

__6.12.
Angekommen. Und vor dem Fenster die Sirenen, wie man sie aus den Filmen kennt. Ich bin ein bisschen entrückt. Gigantische U-Bahnhöfe mit eingebauten Optikspielchen, riesige Tunnel und ewig lange Rolltreppen, die einen Space-Shuttle-artig zurück ins Freie bringen. Es hat geschneit. Es ist Winter. Und die Gegend am Dupont Circle erinnert mich an London. Zehn nach sieben am Morgen ist Schluss mit Schlafen, man kann über Nacht das Schiebefenster offen lassen und es fühlt sich im Zimmer trotzdem an wie Sommer. Die Farben der Menschen korrelieren mit den Farben der U-Bahnlinien. Und auf Apfelsaftflaschen steht geschrieben: “Proud to be U.S. owned”.

Abends sehen wir Meredith Bragg&The Terminals, einen Freak und American Analog Set im BlackCat. Man schaute mich in Deutschland mit großen Augen an, als ich von diesem Konzertplan berichtete. Die ersten waren super, der Club auch sehr angenehm, die Indiemenschen sehen überall gleich aus, nur scheint hier der Schaulaufdrang nicht ganz so ausgeprägt zu sein, die Stimmung war ok, es gab Mädchenbier. Und von American Analog Set war ich enttäuscht, das mit der Dynamik haben sie live irgendwie noch nicht ganz raus. Wir gingen vor dem letzten Lied, es war schweinekalt.

__7.12.
Die kleine Bäckerei in der Reservoir Road gewinnt meine Sympathien. Ich habe ein paar davon. Klassische Musik (dieselben Weihnachtslieder wie bei Starbucks, nur besser arrangiert) läuft im Hintergrund, ich gucke auf die vorbeifahrenden Postautos und Schulbusse und schlürfe Kaffee. Ich bin noch nicht drin in diesem Höflichkeitsgedöns und wie sie sofort beginnen einen zuzuquatschen, wenn man einen Laden betritt. Es ist nicht wirklich unangenehm, ich muss mich nur erst einmal daran gewöhnen. Alles ist ein bisschen von Null auf Hundert. Aber ich komme zur Ruhe und knabbere an meinem zimtigen Apfelkuchen.

Der ältere Herr hinter mir erzählt mir mit Krümeln am Kinn, wie froh er über das schöne Wetter ist und über meine Höflichkeit, weil ich ihm den Platz neben mir angeboten habe. Er wollte nur drei Minuten seinen Tee trinken, blieb letztendlich aber doch noch fünf Minuten länger, setzte sich neben mich und grinse mit mir zusammen aus dem Fenster. Er hatte Lachfalten im Gesicht, an die hab ich gedacht, als ich am Wasser lang zurück zur Botschaft gegangen bin. Man wartet hier länger auf die Busse, man zieht an Strippen und drückt nicht auf Knöpfe. Ich laufe noch mit riesigen Augen herum; man erkennt sicherlich sofort, dass ich nicht von hier bin, es ist egal, ich bin in Amerika.

Die Hubschrauber ziehen enge Kreise über dem Dach, es wird dunkel, die Lichter gehen an, der Schnee liegt immer noch. Morgen Georgia.